Verkaufspreis

Beim Verkaufspreis handelt es sich um den Preis, der dem Abnehmer für eine Ware berechnet wird und die gesetzliche Mehrwertsteuer bereits beinhaltet.

Dabei werden sogenannte Preisstellungsklauseln (z.B. „Ab Lager“ oder „frei Haus“) ausdrücklich oder stillschweigend mit einbezogen.

Was der Abnehmer i.d.R. nicht sieht, ist die hinter dem Verkaufspreis stehende Preiskalkulation. Die Frage ist also: Wie setzt sich ein Verkaufspreis eigentlich zusammen?

preis-12.jpgKalkulation wird auch Selbstkostenrechnung genannt. Diese Bezeichnung schickt die Notwendigkeit voraus, die mit einem Produkt verbundenen Kosten genau zu kennen.

Dies gilt sowohl für produzierende Gewerbe als auch für Handelsunternehmen. Die entstandenen Kosten, also Herstellungs- oder Beschaffungskosten seitens des Unternehmens, sind die wichtigste Grundlage zur Bildung des Verkaufspreises.

Wie der Verkaufspreis dann im einzelnen errechnet wird, hängt ab von zahlreichen Faktoren im jeweiligen Unternehmen.

Ein Beispiel soll uns die Kalkulation eines Handelsunternehmens bieten:
Hier wird zunächst Bezugs- und Verkaufskalkulation unterschieden. Ziel der Bezugskalkulation ist der Bezugspreis, dessen Basis der vom Zulieferer in Rechnung gestellte Rechnungspreis ist.

Nach Abzug des Rabatts erhalten wir den Zieleinkaufspreis, von dem wiederum evtl. gewährte Skonti abgezogen werden, wonach wir beim Bareinkaufspreis angekommen sind.

Durch Addition anfallender betriebsinterner Bezugskosten erhalten wir schließlich den angestrebten Bezugspreis.

Über die nun einsetzende Verkaufskalkulation ist unser nächstes Ziel der Nettoverkaufspreis. Um diesen zu erhalten werden nun nacheinander Geschäftskosten (Selbstkostenpreis), Gewinn (Barverkaufspreis), Skonto und Provision (Zielverkaufspreis) und schließlich noch Rabatte einkalkuliert.

Der Nettoverkaufspreis unterscheidet sich vom (Brutto-)Verkaufspreis nur noch durch die noch nicht hinzuaddierte Mehrwertsteuer.

preis-13.jpgIn einem produzierenden Unternehmen gestaltet sich die Preiskalkulation hin zum Verkaufspreis ungleich komplizierter, denn es muss zwischen Einzelkosten, die dem Produkt direkt zuzurechnen sind, und den über Zuschlagssätze hinzuaddierten Gemeinkosten unterschieden werden.

Typische Gemeinkosten sind Löhne, Steuern, Abschreibungen und Raumkosten. Auf Basis der so ermittelten Herstellkosten lässt sich dann auch hier der endgültige Verkaufspreis errechnen.